Wenn die Welt ver-rückt: Buchrezension

Dieses Buch zeigt dir, wie sich Schizophrenie anfühlt.

Text: Jana Reininger
Foto: Facultas Verlag

Datum: 29. September 2022

“Ein Symptom der Schizophrenie, das ich oft erlebt habe, sind Halluzinationen. Ich habe die Augen geschlossen und die irrealsten Bilder sind auf mich hereingeströmt. Es war wie eine Mischung zwischen Wachsein und Schlaf. Ich hatte zum Beispiel Flügel und bin durch Maisfelder geflogen. Immer wieder sind Lichtwesen aufgetaucht und Musik war zu hören, so eine Art sphärische Klänge, und alles war sehr chaotisch. Ich habe das damals aber nicht für komisch oder außergewöhnlich gehalten. Es waren zum größten Teil keine hässlichen Träume, sondern schöne, sogar angenehme.”, erzählt Alexander im Buch Ver-rückte Welt, der Autorinnen Lisa Kainzbauer, Brigitte Maresch. Neben Alexander berichten 14 weitere Menschen aus den unterschiedlichsten Perspektiven, wie sich Schizophrenie anfühlt.

Wem empfehlen wir das Buch? Menschen mit und ohne Vorwissen, die schon immer wissen wollten, was Schizophrenie eigentlich ist.

Wie liest sich das Buch? Einfach verständlich, mit vielen bildlichen Erzählungen, Skizzen und kunstvollen Fotografien geschmückt. Ein Buch also, das man nicht nur lesen, sondern in das man ganz eintauchen kann.

Wie lange liest man daran? Eine Weile! Das Buch hat 208 Seiten, von denen zwar einige keinen Text haben, die Autorin Lisa Kainzbauer empfiehlt aber, das Buch immer wieder auch zur Seite zu legen, da es sonst auch belastend werden kann.

Wann ist das Buch erschienen? 2021 im Facultas Verlag

Was kostet das Buch und wo kann man es kaufen? EUR 28,90 und beispielsweise hier 

Wer hat das Buch geschrieben? Die Fotografin und Kultur- und Sozialanthropologin Lisa Kainzbauer, die selbst mit einer Mutter mit Schizophrenie aufgewachsen ist, hat gemeinsam mit der Grafikdesignerin Brigitte Maresch Betroffene, Angehörige und Psychiater:innen versammelt, die in dem Buch von ihren Erfahrungen mitSchizophrenie berichten. Die Autorinnen lassen also jene Menschen, die es am besten wissen, selbst berichten. Das finden wir toll!

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